Badenliga Frauen: TV Brühl – TSV Rot-Malsch 27:31 (16:15)

An die zuletzt gezeigten guten Leistungen knüpften die Brühlerinnen im Heimspiel gegen den TSV Rot-Malsch nur ansatzweise an. Das genügte gegen die abgeklärt agierenden Gäste nicht, die beim 31:27 Erfolg verdient beide Punkte mitnahmen.

Der TVB personell mit der gleichen Mannschaft wie in den zurückliegenden Begegnungen begann zwar nicht schlecht, aber die stets ausgeglichenen Spielstände (4:4, 8:8 und 12:12) spiegelten nicht gänzlich die Kräfteverhältnisse wieder. Während jeder Brühler Abschluß, der auf das Tor kam auch eines war, hielt TV-Keeperin Sandra Pristl mit sehenswerten Paraden ihr Team immer wieder im Spiel. Dazu kam, daß die Brühler Deckung nicht ihren besten Tag erwischte und sich fast durchgängig große Löcher erlaubte, die von den Gästen dankend angenommen wurden. Rot-Malsch erspielte sich stets Möglichkeiten am Kreis, die Lücken in der Brühler Defensive waren anscheinend nicht zu kitten. Im Angriff der Gastgeberinnen klappte in der ersten Hälfte nicht alles nach Wunsch, aber Treffer wurden trotzdem erzielt. Der Mittelblock zeichnete sich in erster Linie mit Toren aus und auch Vanessa Henn auf Rechtsaußen war fünfmal treffsicher.

Und als Elena Weiser ihre Farben mit einem direkt verwandelten Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit mit 16:15 in Führung schoß, war nicht alles in Butter, aber Brühl auf einem vermeintlich guten Weg.

Das änderte sich auch in der zweiten Hälfte zunächst nicht. Als Lisa Bühn in der 37. Minute die drei Tore-Führung zum 20:17 erzielte, wähnten sich zumindest die Brühler Zuschauer schon auf der Erfolgswelle. Die schwappte allerdings nicht auf die Platte über, denn die Gäste zeigten keineswegs Auflösungserscheinungen. Im Gegenteil, sie kamen durch ihre Tore wieder heran, auch weil die Gastgeberinnen zu viele Zeitstrafen nahmen. Teilweise befanden sich nur drei Feldspielerinnen auf der Platte. Trotzdem verteidigte Brühl den Vorsprung, der jedoch zusehends dahin schmolz. Als beim Stand von 24:23 Lisa Naber mit der dritten Zeitstrafe Rot sah, geriet das TV-Konstrukt ins Wanken. Zehn Minuten ohne eigenen Treffer waren die Folge. Es wurden zu viele technische Fehler begangen, oft die falschen Entscheidungen getroffen. Die Gäste erzielten sechs Tore in Folge (28:24, 54. Minute). Das war die Entscheidung. Rot-Malsch ließ die restliche Spielzeit clever verstreichen, ohne noch einmal in Gefahr zu geraten. Am Ende stand folgerichtig ein 31:27 Erfolg der Gäste zu Buche.

Trainerin Kerstin Siebenlist sprach nach der Partie von einer unterirdischen Leistung, die nicht zu erklären und entschuldigen sei.

TV Brühl: S. Pristl, Göbel; Bühn (2), Gross (4), Henn (5), Weiser (2), F. Pristl, Naber (2), Joerg (3), Tomann, Röschel (9/3).

ako

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