Landesliga Männer: HSV Hockenheim – TV Brühl 29:30 (16:13)
Durch den knappen 30:29 Erfolg in Hockenheim haben sich die Brühler eine glänzende Ausgangsposition für die vier ausstehenden Partien geschaffen. Für die Hockenheimer sind nach der bitteren Niederlage die Träume vom Aufstieg wohl endgültig geplatzt.
Die trotz aller Brisanz von großer Fairness geprägte Begegnung entwickelte sich mit zunehmender Spieldauer zu einem wahren Handballkrimi.
Zunächst bestimmten die Hausherren die Partie, weil die Gäste ungewohnt fehlerhaft agierten (5:0, 6:3 und 10:7). Erst allmählich besannen sich die Brühler auf ihre Stärken und fanden ins Spiel zurück. Die anfängliche Nervosität legte sich und der TV spielte ruhig und gelassen, wobei sich vor allem die Abwehr, allen voran Simon Drees, hervortat, die immer besser ins Spiel fand und den Hausherren kaum mehr Platz für zielführende Aktionen bot. Brühl holte den Rückstand auf und hatte beim 10:10 erstmals ausgeglichen, die mannschaftliche Geschlossenheit machte es möglich. Ein weiterer Beleg für das fuktionable TV-Kollektiv war die Tatsache, daß sich mit Janik Kraft und Philipp Noske Spieler für ihr Team aufopferten, obwohl ihr Einsatz krankheitsbedingt mehr als fraglich war.
Die letzten Minuten vor der Pause gehörten wieder den Hausherren, die nach 30 Minuten mit 16:13 vorne lagen.
Als zu Beginn der zweiten Halbzeit der Vorsprung des HSV auf vier Tore anwuchs (18.14), schien die Lage für die Gäste brenzlig zu werden. Aber erneut fighteten sie sich zurück und glichen beim 22:22 erneut aus. Die Schlußviertelstunde lebte natürlich auch von der mit den Händen zu greifenden Spannung. Durch zwei Treffer von Lars Jakob und Björn Koffeman führte Brühl mit 26:24. Jetzt zahlte sich die Erfahrung und die Ruhe aus den vorausgegangenen engen Spielen aus. Hockenheim rannte unermüdlich an, aber die Gästen hatten immer die besseren Antworten. Am Schluß war der hauchdünne 30:29 Sieg eben auch verdient.
TV Brühl: Wild, Treiber; Herm (3), S. Kraft (3), S. Drees (4), Frisenhan (4), J. Kraft (5), Noske, Dederichs (2), Jakob (4), Löhr, Koffeman (5/1), F. Drees.
ako