Verbandsliga Frauen: SG Ottersweier/Großweier – TV Brühl 29:21 (15:10)
Es gibt Tage, die beginnen schon wenig verheißungsvoll und werden im Verlauf auch nicht besser. Diese Gefühlslage spiegelt genau das wider, was den Brühlerinnen am späten Samstagabend in der Acherner Sporthalle begegnete. Was war passiert? Eigentlich das, was sich praktisch vor jedem Spiel ereignet, nämlich die Frage, wer heute bei uns aufläuft.
Nun bei der Partie gegen die SG Ottersweier/Großweier waren es gerade einmal acht Feldspielerinnen, die sich bereit machten. Neben den bekannten Ausfällen, Maike Röschel, Marie Joerg und Julia Werle-Urban gesellte sich noch aus familiären Gründen Viktoria Garvanovic hinzu. Positiv anzumerken, daß sich aus der geografischen Diaspora Sophia Schneider aufgemacht hatte, mitzuwirken, wohlgemerkt ohne jegliche Trainings- oder gar Spielpraxis.
All diese Vorzeichen galt es für Trainer Örs Konrad zu berücksichtigen. Einzig Joceline Tomann war vom Mittelblock noch übrig geblieben, den Rest teilten sich praktisch alle anderen Spielerinnen. Das ging natürlich nicht lange gut. Aber immerhin 20 Minuten lang (7:8), bevor die SG das Kommando übernahm. Dass es soweit kam, lag einerseits an ungenügenden Abschlüssen und verständlicherweise am fehlendem Zug zum Tor, dazu kamen Schwächen im Rückzugsverhalten. Die personellen Probleme forderten im Laufe der Zeit ihren Tribut.
In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit hatten die Gastgeberinnen die Vorteile auf ihrer Seite. Bis zur Pausensirene stellten sie auf 15:10. Das war zumindest schon die Vorentscheidung. Das setzte sich natürlich auch nach Wiederbeginn fort (20:14). Dann keinte noch einmal Brühler Hoffnung auf, als Vanessa Zuber und zweimal Joceline Tomann bis auf drei Tore herankamen (17:20), aber sechs SG-Tore in Folge setzten dem ein Ende. Auch das eine Folge nachlassender Kondition. Was weniger ins Gesamtbild paßte, war die Tatsache, gleich alle fünf Strafwürfe zu vergeben. So war die Niederlage, die mit 21:29 am Ende deutlich ausfiel, natürlich nicht zu verhindern.
Positiv waren wieder einmal die Torhüterleistungen und die über weite Strecken gut funktionierende Abwehrleistung, die Krux war das Spiel nach vorne. Aber mit den herrschenden personalen Engpässen ist das alles irgendwo auch verständlich.
TV Brühl: Göbel, Pristl; Zeko (2), Gross (1), Rühle (4), Zuber (2), Roos (1), Hartmann (7), Tomann (4), Schneider.
ako