Brühl muß weitere Torflut hinnehmen

Verbandsliga Frauen: TV Brühl – SG Kappelwindeck/Steinbach 2  37:42 (16:23)

Jetzt hat es auch die Brühlerinnen mit der ersten Heimniederlage erwischt. Die fiel beim Spiel gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach 2 nach einer wahren Torflut mit 37:42 auch noch deftig aus, denn die 42 Gegentore bedeuteten neuen Negativrekord.

Es ist müßig, nach Gründen zu suchen, aber die gab es. Zum einen das bekannte Fehlen einiger Leistungsträger, zum anderen der Einbau von gleich drei Spielerinnen aus der 2. Mannschaft, sprich, die Brühler Mannschaft hatte so noch nie zusammen agiert. Da gab es Abstimmungsprobleme vor allem im Defensivbereich, die von den stark aufspielenden Gästen immer wieder genutzt wurden. Die SG stellte ein junges selbstbewußtes Team, das im Angriff mit hohem Tempo und gelungenen Spielzügen überzeugte und die TV-Abwehr vor allem in der ersten Halbzeit vor unlösbare Probleme stellte. 23 Gegentore innerhalb von 30 Minuten sagen alles über die Kräfteverhältnisse aus. Die Brühler Defensive oft überfordert und mit zu wenig Bewegung, die Gäste fanden immer einen Weg zum Torerfolg, meist über die Mitte. Nach einer Viertelstunde hatte die SG bereits alles klar gemacht (15:9), ein Debakel drohte, denn wenig später hieß es 21:11 für die Gäste, die lediglich auf zwei weitere Feldspielerinnen auf der Bank Zugriff hatten. Im Brühler Angriff lief es nach anfänglichen Schwächen besser, denn trotz technischen Fehlern gelangen immerhin 16 Treffer in der ersten Halbzeit. Ihren Teil trug übrigens die verletzte Spielmacherin Maike Röschel bei, die bei den Strafwürfen auf die Platte kam und immerhin fünf von sechs verwandelte. Am Halbzeitstand von 16:23 änderte das freilich nichts.

Zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst das gleiche Bild (16:27), bevor die Brühlerinnen endlich besser ins Spiel fanden. Die Torflut wurde jetzt etwas eingedämmt und im Angriff landeten die Bälle mehrheitlich im SG-Kasten. Der haushohe Vorsprung der Gäste schmolz (30:25), aber zu oft entschieden kleine Unachtsamkeiten darüber, das Spiel am Ende noch zum Kippen zu bringen. In der Schlußviertelstunde gelang es auch der SG nicht mehr, das Höllentempo hochzuhalten, aber sie verloren nie die Ruhe und schaukelten die Partie zu ihren Gunsten über den Rest der Spielzeit. Die Gastgeberinnen verkürzten mehrmals auf drei Tore (35:38, 36:39 und 37:40), es reichte jedoch nicht mehr, der Rucksack aus Hälfte ein war zu schwer.

TV Brühl: Göbel, Pristl; Roos (3), Zeko (1), Gross (6), Hartmann (9), Rühle (5), V. Böhrer (1), Schimmel, Tomann (6), Röschel (5/5), Trautmann (1), Garvanovic.

ako               

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